Sternbild - Drache
Ein weiteres Sternbild des nächtlichen Nordhimmels ist der Drache (lateinisch Draco).
Beim Sternbild Drache handelt es sich um ein sehr ausgedehntes Sternbild.
Man kann gut beobachten, wie es sich teilweise um das Sternbild Kleiner Bär herum windet.
Der Kopf des Drachen wird von vier Sternen gebildet, welche sich in der Nähe des Sternbildes Herkules befinden.
Beim Drachen handelt es sich ebenfalls um ein sogenanntes zirkumpolares Sternbild. Für den Betrachter bedeutet dies, dass es in Deutschland das ganze Jahr am nächtlichen Himmel sichtbar ist.
Beim Kopf des Drachen, in der Nähe des Katzenaugennebels, liegt der Nordpol der Ekliptik, um den der Himmelsnordpol aufgrund der Präzession in 25.800 Jahren einmal herum wandert.
Das Sternbild des Drachen ist eines von 48 klassischen Sternbildern aus der Antike.
Diese Sternbilder wurden bereits von Ptolemäus erwähnt.
In der antiken griechischen Astronomie war der Kleine Bär ein Bestandteil des Sternbildes Drachen. Der Kleine Bär bildete dabei die Flügel des Drachen.
Aufgrund der Präzessionsbewegung der Erde war Thuban vor 5.000 Jahren der Polarstern des Nordhimmels.
Die geringste Distanz zum exakten Himmelspol wurde um 2830 v. Chr. mit 10 Bogenminuten erreicht.
Der Drache bewachte das Goldene Vlies, so heißt es in der Argonautensage um Jason.
Im Sagenkreis um Herakles handelte es sich um Ladon, einen hundertköpfigen Drachen.
Herakles bekam die Aufgabe übertragen, die goldenen Äpfel der Hesperiden zu stehlen.
Diese Äpfel sollten nach dem Verzehr die Unsterblichkeit bringen und für ewige Jugend sorgen.
Damit niemand die Äpfel stehlen kann, wurden sie von Ladon und den Hesperiden schwer bewacht.
Doch Herakles gelang es die Äpfel schließlich an sich nehmen.
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